Das Pull-Marketing ist ein Marketingansatz für Unternehmen und das Pendant zum Push-Marketing. Hierbei geht die Aktion vom Kunden aus, der ein bestimmtes Problem hat und nach einer Lösung sucht. Anbieter versuchen dann bestimmte Lösungen anzubieten und an den Kunden zu bringen.

Pull-Marketing im Internet

Anfangs ist ein gewisses Bedürfnis nach einem Produkt, beim Kunden schon vorhanden, da er auf der Suche nach einer Problemlösung ist. Verschiedene Anbieter suchen in ihrer Branche nach Bereichen, in denen eine lohnenswerte Kundennachfrage vorherrscht und es möglich ist, dementsprechende Umsätze zu generieren. Der Anbieter versucht vor allem durch Suchmaschinenoptimierung ein gutes Ranking in den Suchergebnissen zu erlangen, um den Kunden zu erreichen. Wenn also ein Nutzer zum Beispiel nach „Waschmaschine reparieren“ sucht und Sie einen Artikel zu diesem Keyword für ihre Webseite suchmaschinenoptimiert haben, dann betreiben sie Pull-Marketing. Hierbei wird nicht allzu sehr auf Werbemittel gesetzt.

Pull-Marketing im klassischen Marketing

Im klassischen Marketing versucht ein Hersteller zuerst ein positives Image beziehungsweise Branding aufzubauen. Produkte werden nun nur für den Kunden beworben und nicht etwa für den Großhandel. Ziel hinter dieser Strategie ist es, die Kunden dazu zu bringen, Druck auf den Einzelhandel auszuüben, damit dieser das gewünschte Produkt in sein Sortiment aufnehmen muss. Meist können sich diese Strategie nur große Marken leisten, weil es viel Zeit und Geld benötigt, ein großes Branding aufzubauen. Die Kunden sollen im Pull-Marketing ein Unternehmen oder eine Marke mit möglichst positiven Dingen assoziieren. Gerade für Unternehmen mit einer großen Reichweite und einer starken Marke (beziehungsweise starken Marken), ist eine Pull-Strategie sinnvoll. Denn ab einem gewissen Bekanntheitsgrad, fragen die Kunden Produkte automatisch im Einzelhandel nach, so dass nicht mehr so viele Werbemittel eingesetzt werden müssen.

Häufig wird nicht nur eine Pull- oder eine Push-Marketing Strategie verfolgt, weil es kompliziert werden kann, nur eine dieser Methoden zu verfolgen. Dadurch kommt es oft zu einem Mix von Push- und Pull-Marketing.